Der am 23. August 1939 unterzeichnete Hitler-Stalin-Pakt schuf als geopolitisches Zweckbündnis zwischen NS-Deutschland und der Sowjetunion eine wesentliche Voraussetzung für den deutschen Überfall auf Polen und den Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die im Pakt vorgenommene Abgrenzung der Machtsphären der beiden totalitären Staaten hat die Geschichte Europas geprägt und verheerenden Einfluss auf das Leben von Millionen Menschen genommen.
Im Podiumsgespräch werden die Langzeitfolgen des Paktes erörtert, die sich gegenwärtig insbesondere im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine manifestieren: die Rückkehr imperialer Ansprüche, der Einsatz von Geschichtspolitik als Waffe und die Ablehnung demokratischer Werte und Ordnungen.
Podiumsgäste:
- Viola von Cramon, Osteuropa-Expertin und ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, Göttingen
- Roland Freudenstein, Betreiber der unabhängigen Plattform „Brussels Freedom Hub“, ehem. Direktor des Brüsseler Büros der Free Russia Foundation Brüssel
- Dr. Burkhard Olschowsky, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), Oldenburg
Moderation: Dr. Ingo Loose, Osteuropa-Historiker, Institut für Zeitgeschichte (IfZ), Berlin
Der Eintritt ist frei.